DUE DILIGENCE

Due-Diligence-Prüfung

Unter Due Diligence (engl. für gebührende Sorgfalt) versteht man die sorgfältige Prüfung und Analyse eines Unternehmens in Bezug auf seine wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse. Sie findet insbesondere vor Abschluss des Unternehmenskaufvertrages statt. Ziel einer Due Diligence-Prüfung ist es, sich so weit wie möglich im Hinblick auf einen Kauf oder Börsengang abzusichern, dahingehend dass die Annahmen und Voraussetzungen zutreffen und alle relevanten Risiken identifiziert worden sind.

Due-Diligence-Prüfungen analysieren Stärken und Schwächen des Objekts sowie die Risiken des Kaufs oder Börsengangs, und sie bewerten das Objekt. Gezielt wird nach so genannten Dealbreakern gesucht, d. h. nach Sachverhalten, die einem Kauf entgegenstehen könnten – z. B. Altlasten beim Grundstückskauf oder ungeklärte Markenrechte beim Unternehmenskauf. Die Prüfungen werden grundsätzlich von Fachleuten des Käuferunternehmens oder externen Beratern vorgenommen. Je nach Größe und Branche des zu kaufenden Unternehmens sind Due-Diligence-Teams mit 20 und mehr Teammitgliedern durchaus denkbar.

Eine Due Diligence bezieht sich in der Regel auf verschiedene Teilbereiche, von denen insbesondere die Financial Due Diligence (Prüfung der finanziellen Lage), Market bzw. Commercial Due Diligence (Marktanalyse, Analyse des Geschäftsmodells), Legal Due Diligence (Prüfung rechtlicher Aspekte) und Tax Due Diligence (Prüfung steuerlicher Aspekte) von hoher Bedeutung sind.