THERMOGRAFIE

Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, dass mit Hilfe von Infrarotstrahlung durchgeführt wird. Auch als Gebäudethermografie bezeichnet ist sie seit Jahren als effiziente Methode zur Beurteilung von Wärmeverlusten an Gebäuden etabliert. Das Verfahren analysiert die Wärmelecks verschiedener Gebäude und hilft den Energieverbrauch und Heizkosten durch gezielte Maßnahmen zu reduzieren. Der Farbverlauf des jeweiligen Wärmebildes gibt Aufschluss darüber, ob die Gebäudehülle ausreichend gegen Wärmeverluste geschützt ist oder an welchen Stellen möglicherweise Energieverluste auftreten. Sind Energieverluste erst einmal sichtbar, können entsprechende Maßnahmen getroffen werden, um zukünftig in hohem Maße Energie einzusparen.

Eine Thermografiemessung stellt unter anderem  die Verteilung der Oberflächentemperatur an einer Wandfläche grafisch dar. Durch den Einsatz einer speziellen Wärmebildkamera erkennen  unsere Experten für das menschliche Auge verdeckte Konstruktionen, Gegebenheiten etc. Energiefallen wie Fenstersturz, fehlende Dämmung, undichte Bauteile (Fugen), Durchfeuchtungen und vieles mehr können so sichtbar gemacht werden. Denn je nach Art, Intensität und örtlichen und bauphysikalischen Gegebenheiten können sowohl für die Bausubstanz als auch für das Wohlbefinden der Bewohner erhebliche Risiken entstehen.

Höhere Oberflächentemperaturen weisen auf einen hohen Wärmetransport infolge der Durchfeuchtung der Wärmedämmung hin. Auch die bei einer Leckage entstehenden Temperaturdifferenzen lassen sich mit der Thermografie gut erkennen - ebenso wie Bauschäden und Schimmelbefall.

Messprotokoll Gebäude-Thermografie


Messtechnik

Planen & Bauen verwendet zur Messung eine Wärmebildkamera IC 080 LV (Vorführgerät). Sie ist mit einem 384 x 288-Infrarotsensor inklusive 110.592 autarken Temperaturmesspunkten ausgestattet und gewährleistet in Kombination mit einer hohen geometrischen Auflösung von 1,1 mrad und einem Temperaturmessbereich von -20 °C bis +600 °C eine große Präzision und Genauigkeit. 
Die Kamera misst die von einem Objekt emittierte Infrarotstrahlung und erzeugt daraus ein Bild. Durch die Tatsache, dass Infrarotstrahlung eine Funktion der Oberflächentemperatur des Objekts ist, kann die Kamera diese Temperatur berechnen und darstellen.


Messvorgang/Durchführung

Hier ein Beispiel: Das Gebäude wurde von innen und von außen thermografiert. Da Außenthermogafie bei hinterlüfteten Fassaden generell nicht bzw. nur sehr bedingt möglich ist, wurde das Gebäude zunächst von innen untersucht. Abschließend erfolgte die Außenthermografie. Thermografische Untersuchungen sind Momentaufnahmen. Alle im Messbericht aufgeführten Angaben und Aussagen beziehen sich lediglich auf die zum Zeitpunkt der Begehung gegebene Situation.