GIS-Schaltanlagengebäude bei Kriftel erfolgreich eingeweiht
Die Syna GmbH, Betreiber von Energieversorgungsnetzen, hat Planen & Bauen als Generalplaner mit dem Neubau eines GIS-Gebäudes (gasisolierte Schaltanlage) beauftragt. Der Neubau dient der Unterbringung einer modernen, vollständig gasdicht gekapselten 110-kV-GIS-Schaltanlage inklusive der erforderlichen Sekundärtechnik und leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Rhein-Main-Gebiet.
Generalplanung aus einer Hand
Der Leistungsumfang von Planen & Bauen umfasst die Objektplanung (LPH 1–8), die Tragwerksplanung (LPH 1–6) sowie die Planung der Außenanlagen. Ergänzend ist SPIE SAG als Projektpartner für die Planung der Primärtechnik auf dem Gesamtgelände verantwortlich. Die enge Abstimmung aller Beteiligten bildete die Grundlage für den reibungslosen Projektverlauf.
Konstruktion und Gebäudekonzept
Das Schaltanlagengebäude besteht aus einem Unter- und einem Erdgeschoss und wird in Stahlbetonbauweise als „weiße Wanne“ ausgeführt. Alle Außen- und Innenwände sowie die Geschossdecke über dem Untergeschoss bestehen aus Stahlbeton. Die Lastabtragung erfolgt über eine tragende Bodenplatte; das Untergeschoss wurde vollständig in WU-Beton hergestellt.
Stützenfreie Weite im Schaltanlagenraum
Im Erdgeschoss befinden sich neben den Räumen für Sekundärtechnik und Batterien der zentrale Schaltanlagenraum. Mit einer Raumhöhe von rund 7 Metern und einer stützenfreien Spannweite von 12 Metern beeindruckt dieser durch seine offene Weite. Ermöglicht wird dies durch eine flach geneigte Spannbetondecke (5°), die ohne innere Stützen auskommt.
Funktionaler Kabelkeller im Untergeschoss
Das Untergeschoss dient als Kabelverlegekeller, in dem die 110-kV-Kabel eingeführt und durch die Geschossdecke an die Schaltanlage im Erdgeschoss angeschlossen werden. Die Kabelführung erfolgt unterhalb eines Gitterrost-Doppelbodens, der eine sichere und übersichtliche Leitungsführung gewährleistet.
Richtfest als wichtiger Meilenstein
Ein bedeutender Meilenstein im Projektverlauf war das termingerecht gefeierte Richtfest im August 2025. In traditioneller Kluft fand der Polier des ausführenden Generalunternehmens warme Worte für das ansonsten eher „kühle“, aber hochfunktionale Gebäude. In seinem Richtspruch würdigte er insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Unternehmern und Planern. Im Anschluss klang das Richtfest bei Balkan-Spezialitäten und persönlichem Austausch in angenehmer Atmosphäre aus.
Foto: Das Projektteam bei der Einweihung – Kai Möller (Bauleiter), Markus Klappert (Projektleiter) und Ilena Mattina (Duale Studentin).
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